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Die Zero-Waste Küche: So kannst du Plastik und Müll in deinem Unternehmen (fast) vermeiden

September 15, 2021

Die Zero-Waste Küche: So kannst du Plastik und Müll in deinem Unternehmen (fast) vermeiden | sunny tableware

Allein in Deutschland werden jährlich über 26 Millionen Tonnen Kunststoff verbrannt statt wiederverwertet*. Dabei versuchen nicht nur Privathaushalte, sondern auch Gastronomiebetriebe täglich den anfallenden Müllbergen Herr zu werden. 

Leere Plastikverpackungen, die sich im Gelben Sack ansammeln oder verdorbene Lebensmittel, die nicht verzehrt wurden: Unsere Mülltonnen sind prall gefüllt. Doch was können wir dagegen tun?

In diesem Artikel haben wir praktische Tipps zusammengestellt, mit denen du Plastik in deiner (Restaurant-)küche weitgehend vermeidest und die anfallenden Abfälle deutlich reduzierst. Dazu haben wir die Expertin Swenja Reil interviewt, denn sie kennt sich mit verpackungsfreien Lösungen in der Küche aus wie keine andere. Mit dem verpackungsarmen Restaurant & Cateringservice Fabulose setzt sie sich mit dem Thema tagtäglich auseinander.

Starte deine Bestandsaufnahme: Kunststoff lauert in jeder Ecke

Du hast bereits den Entschluss gefasst, dass du Plastik in deinem Unternehmen zukünftig vermeiden möchtest? Bevor du dich auf die Suche nach kunststofffreien Alternativen begibst, empfiehlt Swenja, einmal eine Bestandsaufnahme zu machen.

Ob Spülbürste oder Pfannenwender, die dich bei deiner täglichen Arbeit unterstützen, Tiefkühlbeutel, in denen das einst frische Gemüse in deinem Eisfach zwischengeparkt wird, oder Dosen und Folie als praktische Helfer zur Aufbewahrung: Vor allem in der Küche findet sich Plastik in allen Varianten. 

Einfache Tipps, um Plastik in deiner Küche zu vermeiden

Vermutlich fragst du dich nach erfolgreicher Bestandsaufnahme, wie du dich am besten von den Plastikbergen in deinem Unternehmen befreist. Und gewiss ist der Umstieg auf umweltfreundlichere Alternativen kein leichter Weg, aber wenn du kleine Etappen zurücklegst, kannst du das Ziel einer Zero-Waste-Küche erreichen. 

Swenja hält den Kunststoffanteil in ihrer Küche von Anfang an gering und achtet darauf, dass Lebensmittel nicht unachtsam in der Tonne landen. Mit ihren Tipps gelingt dir die Umstellung ganz einfach.

Lesetipp: Erfahre in unserem Beitrag „Plastikfrei einkaufen: So reduzierst du Kunststoff in deinem Unternehmen“, was Swenja uns zu dem Thema verraten hat. 

Umweltfreundliche Aufbewahrung: Ersetze Folie und Plastikdosen

Gewürze in großen Gebinden einkaufen

Auch Gewürze kannst du in großen Gebinden kaufen und in plastikfreie Gefäße umfüllen

Natürlich muss die vorbereitete Mousse oder das frische Fleisch vom regionalen Metzger im Kühlschrank zugedeckt aufbewahrt werden, damit Geschmack und Frische erhalten bleiben und die Produkte nicht verderben. Doch statt zu gewohnten Kunststofflösungen zu greifen, kannst du über folgende Alternativen nachdenken. 

  1. Wenn du deine Lebensmittel künftig nicht mehr in Plastikdosen aufbewahren möchtest, sind Edelstahldosen oder Glasschüsseln mit Deckel eine gute Option. Swenja verwendet unter anderem Standard Gastronorm Behälter, um ihre Lebensmittel im Kühlschrank zu lagern.

  2. Verzichte auf handelsübliche Frischhaltefolie, denn sie füllt nicht nur deine Mülltonne im Handumdrehen, sondern gibt mit der Zeit auch kleine Partikel ab, die für die Gesundheit deiner Gäste schädlich sind. Nachhaltiger sind wiederverwendbare Wachstücher aus Bienen- oder Carnaubawachs, die du nach dem Gebrauch einfach kurz abwaschen kannst. Gut gepflegt halten sie mehrere Jahre und du senkst langfristig sogar deine Kosten.

    Der umgedrehte Teller als Deckel ist ebenfalls eine bewährte und zuverlässige Lösung, die du bereits jetzt im Küchenschrank hast.

    Übrigens: Den nachhaltigen Folienersatz aus Wachs kannst du mit wenigen Handgriffen sogar selbst herstellen.

  3. Du möchtest dir im Tiefkühlschrank einen Vorrat an knackigem Gemüse oder Brot anlegen? Damit deine Lebensmittel frisch bleiben und ihr Aroma nicht verlieren, kannst du sie in gereinigten Schraubgläsern, die bisher im Altglas gelandet sind, statt in umweltschädlichen Tiefkühltüten einfrieren. Dein Brot darf sogar im Jutebeutel in dein Eisfach wandern und ist trotzdem gut geschützt.

Pfannenwender und Co.: Investiere in plastikfreie Küchenutensilien

Ein nicht unerheblicher Teil an Kunststoff liegt in Form von Küchenhelfern in der Küchenschublade. Daher kannst du schnell Plastik vermeiden, wenn du ausgediente Schneidebretter oder Salatbesteck durch nachhaltigere Produkte ersetzt. „Bei Pfannenwendern, Löffeln und Co. nutzen wir die Metallvarianten“, so Swenja. Aber auch Holzlöffel, Bambusbesteck oder Korkbretter schonen die Umwelt und wirken sogar antibakteriell. 

Frisch statt fertig: Bereite viele Lebensmittel selbst zu 

Wir alle kennen es: Manchmal muss es schnell gehen. Auch wenn die Verwendung von Fertigprodukten Zeit spart, so lohnt es sich möglichst viel selbst zuzubereiten, denn Gewürzmischungen und Soßenpulver kommen oftmals in Kunststoffverpackungen. Bediene dich lieber frischer Kräuter statt des getrockneten Dressingmix im Plastikspender. 

Das schafft Platz in deiner Tonne und der aromatische Geschmack erfreut deine Gäste. Und alles, was du in deiner Küche selbst zubereitest, muss nicht über viele Kilometer in einer Kunststoffhülle transportiert werden.

Zu schade für den Müll: Bewahre auf, statt wegzuschmeißen

Häufig werden Lebensmittel weggeworfen, weil sie abgelaufen sind oder zu große Mengen zubereitet werden. Um dies zu vermeiden, solltest du vor deinem Einkauf stets gut planen, was du zum Verköstigen deiner Gäste benötigst.

Wenn doch etwas übrig bleibt, dann muss es keinesfalls in die Tonne wandern. Im Gegenteil: Bewahre Lebensmittelreste in Schraub- beziehungsweise Bügelgläsern auf. So kannst du sie am nächsten Tag weiterverarbeiten und reduzierst gleichzeitig das Abfallaufkommen. Bleibt bei deinen Gästen etwas auf dem Teller liegen, kannst du auf kompostierbare Bagasseboxen, anstatt auf Aluschalen zurückzugreifen, um Ihnen die Reste mitzugeben.

Setze auf Refillsysteme und umweltschonende Hausmittel

Wo gekocht und gespeist wird, muss selbstverständlich gründlich gereinigt werden. Ein hochwirksamer Fettreiniger, Spülmittel und der praktische Fensterreiniger: Da sammelt sich so manche Kunststoffflasche in deinem Putzraum an. 

Auffüllen statt neu kaufen – Reinigungsmittel im Refillcontainer

Swenja weiß: Statt unzählige Flaschen zu kaufen, empfiehlt es sich, im Großmarkt die meist kostengünstigeren großen Gebinde zu beziehen. Viele Lieferanten bieten darüber hinaus Refillcontainer an, die immer wieder verwendet werden können und nicht bei den Plastikabfällen zu Buche schlagen. 

Auf Glasflaschen am Spülbecken solltest du lieber verzichten, denn gerade an der Spüle kann es in der Hektik auch schnell passieren, dass einmal etwas zu Bruch geht. In diesem Fall kannst du auf Holz oder alternativ auf geupcycelte Plastikprodukte zurückgreifen.

Plastik vermeiden mit umweltfreundlichen DIY-Reinigern

Putzmittel mit Zitrone

Zitronen sind die Wunderwaffe für Reinigungsarbeiten in der Küche

Oft ist die gewohnte Fülle an Spezialreinigern überhaupt nicht erforderlich, denn selbst in einer Großküche lassen sich mit bewährten Hausmitteln wie Essig oder Natron hartnäckige Verschmutzungen im Handumdrehen und umweltschonend beseitigen. Kennst du schon folgende DIY-Putzutensilien?

  • Wenn in deiner Küche Schalen von Zitrusfrüchten anfallen, kannst du daraus mit weißem Essig in einem Gefäß einen kostengünstigen und umweltfreundlichen Allesreiniger herstellen.

  • Oder probiere Swenjas Geheimtipp und mische Natron oder Soda mit Zitronensäure im Verhältnis 1:1. So zauberst du mit wenigen Handgriffen ein biologisch abbaubares Spülmaschinenmittel.

  • Wir alle nutzen sie regelmäßig, auch wenn sie nicht aus Plastik besteht: die praktische Küchenrolle. Da sie ähnlich wie die meisten Verpackungen nach dem einmaligen Gebrauch in den Müll wandert, lohnt es sich auch hier umzudenken. Falls du Zeit und Muße hast, kannst du die nachhaltige Küchenrolle sogar selbst nähen. Keine Sorge: Es gibt sie auch fertig zu kaufen.

Plastik vermeiden und Müll reduzieren – hol dir den ersten Etappensieg

Es ist großartig, dass du nachhaltig etwas für unsere Umwelt tun möchtest und in deinem Gastronomiebetrieb den Weg in Richtung Zero-Waste-Küche wagst. Geh ihn sorgsam und lass dir Zeit: Am besten steckst du dir kleine Ziele und verbannst die vielen Kunststoffhelfer in mehreren Schritten. 

Beginne beispielsweise einfach damit, deinen Lieferanten nach einem Refillsystem für deine Putzmittel zu fragen. Das schafft Platz in deinem Lager und ist ohne großen Aufwand zu realisieren. Probiere es aus. 


Titelbild von Stefan C. Asafti. Weitere Bilder von Crema Joe und Laura Mitulla.

Quellen: * NABU

 

Hatice - Online Redakteurin bei inara schreibt

Über die Redaktion

Hatice Kücükhüseyin ist Content-Expertin bei inara schreibt. Worte sind ihr Lieblingswerkzeug. Mit ihnen bringt sie Farbe und Leben in jeden Text. Wenn sie nicht gerade schreibt, schaut sie französisches Kino.



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